Jurybegründungen 2026

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Preis der Kinderjury für "The Mystery Package" von Silje Evensom Jacobsen

"Ein Film, den wir in den letzten Tagen gesehen haben, hat uns besonders gefallen.
Es ist ein spannender Film, der zum Mitraten einläd und für die ganze Familie geeignet ist. Außerdem gefällt uns, dass er lustig, aber auch traurig und berührend beim Anzuschauen ist."

– Kinderjury

Preis der Jugendjury für "Morten" von Ivan Pavljutškov

"Der Film, für den wir uns entschieden haben, behandelt Themen wie die Flucht aus der Realität und den Druck, sich anzupassen. Er hob sich durch seine außergewöhnliche Kameraführung und Symbolik von den anderen ab.

Dieser Film untersucht den Konflikt zwischen persönlicher Identität und dem Wunsch, dazuzugehören, und zeigt, wie die Suche nach sozialer Zugehörigkeit manchmal zu falschen Entscheidungen führen kann."

– Jugendjury

Kinder- und Jugendfilmpreis für "Skiff" von Cecilia Verheyden

"Die Jury verleiht ihren Preis für ein einfühlsames und bewegendes Porträt des Erwachsenwerdens. Die herausragende Hauptfigur nahm uns mit auf eine emotionale Reise durch die turbulenten Teenagerjahre und lotste uns durch die Komplexität des Lebens mit all seinen Herausforderungen der Jugend und dem Mut, den es braucht, um den eigenen Weg zu finden.
Der Film ist ein eindringliches Plädoyer dafür, sich selbst zu entdecken, zu akzeptieren und man selbst zu sein. Er zeigt uns – der Jury: Lasst uns jeden dabei unterstützen, so zu sein, wie er wirklich ist."

– Kinder- und Jugendfilmpreis-Jury

Preis für den besten nordischen und baltischen Kurzfilm für "The End" von Niki Lindroth von Bahr

"Mit herausragender Kunstfertigkeit nimmt uns dieser Film mit auf eine ebenso absurde wie unvorhersehbare Reise. Ein Flughafen – ein Nicht-Ort zwischen Ankunft und Abflug, zwischen Oben und Unten, zwischen Leben und Tod – wird durch seine tierischen Figuren zum sarkastischen Spiegel unserer heutigen Gesellschaft.
In einer Welt, in der scheinbar alles zum Verkauf steht, sogar wir selbst, stellt der Film mit scharfem Witz und großer Präzision die Frage, wonach wir eigentlich so blindlings streben – angesichts unserer eigenen Sterblichkeit."

– Jury des Preises für den besten nordischen und baltischen Kurzfilm

CineStar-Preis für "Auf der Rückseite der Landschaft" von Philipp Hartmann

"Ein Parkplatz zwischen Edeka, 1 Euro Shop und Mittagstisch – Orte des Konsums, Orte, die auf ihre Funktion beschränkt sind, die man rasch wieder verlassen will. Genau hier verweilt der Protagonist des Films, wartet, beobachtet, philosophiert. In der Romantik – so Gerd – bleibt das Zentrum oft verdeckt, erschließt sich das Bild über das Randgeschehen. Und auch er blickt mit schwindendem Augenlicht am Zentrum des Geschehens vorbei, lauscht Gesprächen, begegnet Menschen. So entfaltet sich die Rückseite dieser Nicht-Orte, jenseits ihrer ursprünglichen Bestimmung. Eingefangen wird dies in hand entwickeltem 16mm Material. Doch die Vorderseite der überscharfen Realität drängt sich immer wieder in obszön-bunten Digitalaufnahmen auf."

– CineStar-Preis-Jury

Dokumentarfilmpreis für "Let our Mountains Live" von Håvard Bustnes

Die Jury verleiht den Preis einem Film, der auf vielen Ebenen relevante Themen unserer Zeit verhandelt. Besonders beeindruckt hat uns die Darstellung der kollektiven Kraft jugendlichen Protestes für die Durchsetzung von Menschenrechten. Der Film zeigt, dass Recht zu haben nicht immer bedeutet, Recht zu bekommen; manchmal bekommt man nicht einmal eine Entschuldigung. Wir zeichnen einen Film aus, der eindrucksvoll den Kampf der Sami für den Erhalt ihrer Lebensgrundlage dokumentiert.

– Jury ver.di-Bezirk Lübeck/Süd-Ostholstein

Baltischer Filmpreis für einen Nordischen Spielfilm für "Árru" von Elle Sofe Sara

Der Preis geht an einen Film darüber, wie man Kraft aus der Vergangenheit seiner Vorfahren schöpft, den Schmerz der Vergangenheit hinter sich lässt und mutig in die Zukunft blickt.

– Jury für den Baltischen Preis

Kirchlicher Filmpreis Interfilm für "Brace Your Heart" von Amanda Kernell

Die Jury zeichnet einen Film aus, in dem die Protagonistin weder Opfer noch Heldin ist. Sie ist eine Überlebende. Dies ist eine Geschichte, die erzählt werden muss – für die Gemeinschaft und darüber hinaus.
Es scheint, als würden sich derzeit viele nordische Filme mit dem Schweigen und der Notwendigkeit, es zu durchbrechen, auseinandersetzen. Dieser Film bringt eine kraftvolle und zeitgemäße Stimme in diese Diskussion ein.
Es geht auch darum, wie eine Gemeinschaft mit Schuldgefühlen und schwierigen Wahrheiten umgeht. Letztendlich hinterlässt der Film bei uns Schmerz und Hoffnung: Die Wahrheit wird euch befreien.

– Jury des Kirchlichen Filmpreises Interfilm

NDR-Filmpreis für "Eine Matrosengeschichte" von Kasper Kalle

Wahre Liebe ist selten, zerbrechlich und oft bedroht. In dieser Geschichte von Romeo und Romeo haben wir gespürt, wie leidenschaftlich sie sein kann.

In einem Dorf auf einer abgelegenen Insel, deren Landschaft so alt zu sein scheint wie die Zeit selbst, verlieben sich zwei Menschen ineinander. Die Insel ist rau. Die Menschen sind noch rauer. Doch nichts kann diese Liebenden trennen. Nicht einmal der Tod.

Hier bei den Nordic Film Days in Lübeck, wo einst „Nosferatu“ zum Leben erweckt wurde, ist es uns eine große Ehre, einen Film auszuzeichnen, der die Vampire zurück in die Stadt bringt – um die wahre Liebe auf eine beeindruckend einzigartige Weise zu feiern.

– NDR-Jury