Sommer, Sonne, Zonengrenze: Travemünde 1926–2026

Sommer, Sonne, Zonengrenze: Travemünde 1926–2026


Specials, Deutschland 2026, 90 Min., dt. OF


Travemünde hat einen Ruf als mondänes Seebad: die Vorderreihe, die Kaiserallee, das Kurhaus und natürlich das Casino, dazu der Hafen mit seinen Sportbooten und die dicken Pötte, die früher an den Kais lagen oder gen Lübeck die Trave hochschipperten. All das hatte hohen Freizeitwert und war auch für die Lübecker Wirtschaft von essenzieller Bedeutung. Doch Travemünde war auch Kriegs- und U-Boothafen. Es gab einen Flugplatz, von dem aus Wasserflugzeuge bis nach Oslo flogen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Lübeck plötzlich „Zonenrandstadt“. Die Trave war bis Schlutup Grenzfluss geworden. Der Eiserne Vorhang zog sich die Ostküste der Lübecker Bucht entlang bis nach Travemünde und trennte Deutschland in zwei Teile. 40 Jahre lang wurden die Badenden von den Grenztruppen der DDR beobachtet, während sie den Nivea-Ball in die Luft warfen oder auf der Luftmatratze dösten, immer darauf bedacht, die Grenzmarkierungen nicht zu überschwimmen, denn das konnte böse Folgen haben. Historische Film- und Fotoaufnahmen erinnern an Lübecks beliebtes Seebad.


Regie C. Cay Wesnigk

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Vorstellungen

08.11.2026 10:30 Stadthalle Saal 3