Die Gäste der 68. Nordischen Filmtage Lübeck

Lübeck, 29. Oktober 2026. Zeit für Entdeckungen, Zeit für Gespräche: Die Nordischen Filmtage Lübeck erwarten vom 4. bis 8. November zahlreiche Filmemacher:innen und Kreative aus ganz Europa.

Wenn in wenigen Tagen die 68. Ausgabe der Nordischen Filmtage Lübeck mit Ulya (2026, OT: Uļa) von Viesturs Kairišs eröffnet, beginnt für das Publikum eine cineastische Entdeckungsreise durch Nord- und Nordosteuropa. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, Vertreter:innen der Filmbranche selbst live im Gespräch zu erleben. So erwartet das Festival 2026 wieder viele internationale Gäste, darunter Regisseur:innen, Schauspieler:innen, Produzent:innen und wichtige Persönlichkeiten der europäischen Filmbranche.

Stellvertretend seien genannt: Anne Lajla Utsi, Leiterin des International Sámi Film Institute und Ehrenpreisträgerin der 68. Nordischen Filmtage Lübeck, die Regisseurinnen Amanda Kernell – in Lübeck mit Brace your heart (2026, OT: Garrat Du Váimmu, Sektion Spielfilm) und Das Mädchen aus dem Norden (2016, OT: Sameblod, Sektion Hommage), Elisa Fernanda Pirir (Árru, Sektion Spielfilm) und Brynhildur Þórarinsdóttir (La belle année, Sektion Dokumentarfilm). Vor Ort sind auch die Regisseure Klaus Härö, Stammgast in Lübeck, in diesem Jahr mit Blue Baby (2026, OT: Hetki ennen valoa, Sektion Spielfilm), Nils Gaup mit Pathfinder (1987, OT: Ofelaš, Sektion Hommage), Markus Lehmusruusu mit Das Eichhörnchen (2025, OT: Orava, Sektion Spielfilm) oder der CEO des grönländischen Filminstituts, Inunnguaq Petrussen.

Langjährige Wegbegleiter und große Namen aus Deutschland

Ein Großteil der Gäste ist dem Festival langjährig verbunden und hat viele seiner Werke in Lübeck vorgestellt. Auch in der Sektion Serien können sich die Besucher:innen auf persönliche Begegnungen mit den Verantwortlichen hinter preisgekrönten Produktionen freuen. Dazu zählt das packende finnische Langlauf-Psychodrama Guts (2026, OT: Kylmä kausi), das bei den Canneseries 2026 ausgezeichnet wurde und in Lübeck von Creatorin Jemina Jokisalo aus Finnland präsentiert wird. Ebenso wie die neue Serie Harvest (2026, OT: Høst) des dänischen Regisseurs Martin Zandvliet, Oscar®-nominiert für Unter dem Sand – Das Versprechen der Freiheit (2015, OT: Under sandet). Alle sechs Serien im Programm stehen im umfangreichen VoD-Angebot der „Nordischen 
Streamtage" online zur Verfügung (s. Website).

Auch aus Deutschland haben sich zahlreiche Gäste angekündigt, darunter die Regisseur:innen Sigrun Koeppe, Monika Treut und Lars Jessen, die Fotografin Donata Wenders sowie die Schauspieler:innen Jürgen Vogel und Johanna Gastdorf. Sigrun Koeppe wird die restaurierte Fassung ihres Films Novemberkatzen (1986, Sektion Specials) vorstellen, der vor 40 Jahren seine Premiere bei der Berlinale feierte und Jürgen Vogel (Das Leben ist eine Baustelle, Gnade) in einer seiner ersten Rollen zeigt. Monika Treut, Ikone des feministischen wie queeren Kinos, stellt Cooking Up Democracy (2026, Sektion Filmforum) vor. Johanna Gastdorf ist in der Verfilmung von Kirsten Boies Weihnachten in Sommerby (2026, Sektion Filmforum) zu erleben. Der in Kiel geborene Regisseur Lars Jessen (Mittagsstunde, Spaziergang nach Syrakus) feiert in der Sektion Filmforum die Weltpremiere von Prange 2 – Man ist ja jetzt Paar (2026). Eine Weltpremiere ist Der Maler (2026) von Donata Wenders (Sektion Specials). Die Film-Installation wird Teil der neuen Dauerausstellung des St. Annen-Museums. Beim Branchentreff Lübeck Meetings sind ebenfalls hochrangige Expert:innen zu Gast, darunter Jörg Winger, Produzent von Deutschland 83, 86 und 89. Alle Veranstaltungen werden moderiert. Wenn Gäste zu Kinoprojektionen anwesend sind, folgt nach der Vorstellung ein Filmgespräch.

Von preisgekrönt bis preisverdächtig: Highlights der Festivalsaison

Viele der Festivalbeiträge der 68. Nordischen Filmtage Lübeck werden als Kandidaten für internationale Ehrungen Anfang 2027 gehandelt. Für die Oscar®-Verleihung am 14. März 2027 gehen in der Kategorie „Best International Feature Film“ ins Rennen: der Eröffnungsfilm Ulja (für Lettland) sowie Fjord (für Rumänien), Das Eichhörnchen (für Finnland) und Elefanten im Nebel (für Nepal). Zudem stehen die Spielfilme Brace your heart, Fjord, The Guest (2026, OT: Gæsten) sowie die Dokumentarfilme Amazomania und La belle année auf der Shortlist für die 39. European Film 
Awards, die im Januar 2027 verliehen werden.