Preisträger:innen der 63. Nordischen Filmtage Lübeck


 

NDR-Filmpreis

gestiftet vom Norddeutschen Rundfunk
12.500 Euro

The Gravedigger's Wife
Regie: Khadar Ayderus Ahmed, Finnland / Frankreich / Deutschland 2021, 82 Min.

Jurystatement

Die Jury des NDR-Filmpreises zeichnet einen Film aus, der eine persönliche Geschichte erzählt, die den Ungehörten eine Stimme gibt, die Unsichtbaren sichtbar macht. Wir hoffen, dass der Filmemacher weiterhin kraftvolle Geschichten erzählt, die unseren Blick auf die Welt bereichern.

 Jury: Roshanak Behesht Nedjad, Luc Feit, Christian Granderath, Louise Vesth, Wendy Mitchell

 


 

Preis des Freundeskreises für das Beste Spielfilmdebüt

gestiftet vom Freundeskreis der Nordischen Filmtage Lübeck
7.500 Euro

Cop Secret (Leynilögga)
Regie: Hannes Þór Halldórsson, Island 2021, 98 Min.

 


 

Publikumspreis der Lübecker Nachrichten

gestiftet von den Lübecker Nachrichten
5.000 Euro 

Margrete - Queen of the North (Margrete den første)
Regie: Charlotte Sieling, Dänemark / Schweden / Norwegen / Island / Tschechien 2021, 110 Min.

 


 

Kirchlicher Filmpreis Interfilm

gestiftet vom Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg
5.000 Euro

The Gravedigger's Wife
Regie: Khadar Ayderus Ahmed, Finnland / Frankreich / Deutschland 2021, 82 Min.

Jurystatement

Der Film ist ein zu Herzen gehendes und wunderschönes Kunstwerk, das einen noch lange nach der Vorführung in Atem hält. Die ausgezeichnete Bild- und Tongestaltung sowie die hervorragenden Schauspieler machen diesen Film so unvergesslich.

Die Geschichte führt uns in das Innere einer sehr armen somalischen Familie, in der der Regisseur wahre menschliche Werte auf eine Art und Weise erforscht, die universell verständlich ist und die Zuschauer einfach berührt. Wir sehen uns selbst in dieser Geschichte von Liebe, Freundschaft und Hoffnung. Sie zeugt von großem Respekt für die menschliche Würde und regt zu einer Diskussion darüber an, wie wir einander als menschliche Wesen sehen und behandeln.

Lobende Erwähnung:

The Blind Man Who Did Not Want To See Titanic (Sokea mies, joka ei halunnut nähdä Titanicia)
Regie: Teemu Nikki, Finnland 2021, 82 Min.

Jurystatement:

Der Film gibt den Zuschauern einen einzigartigen Einblick in die Perspektive von Menschen mit Behinderungen. Es ist ein meisterhaft ausgeführtes Projekt, das ein großes Publikum verdient, weil es ein Sprungbrett zu mehr Empathie ist. Der Film hat eine starke Hauptfigur. Petri Pikolainen, der an der gleichen Behinderung leidet wie seine Figur, stellt Jaakko mit Würde und Humor dar.

Jury: Ingrid Glatz-Anderegg, Gunthars Laucis, Inga Meißner, Morten Sternberg

 


 

Baltischer Filmpreis für einen Nordischen Spielfilm

gestiftet von Baltic Films
3.000 Euro

The Blind Man Who Did Not Want To See Titanic (Sokea mies, joka ei halunnut nähdä Titanicia)
Regie: Teemu Nikki, Finnland 2021, 82 Min

Jurystatement

Mit dem Preis der baltischen Jury wird ein Film ausgezeichnet, der uns daran erinnert, dass das Wesen der Menschheit in ihrer Freude und ihrem Leid liegt, die durch die Filmkunst meisterhaft zum Ausdruck gebracht werden.

 

Jury: Inga Blese, Irma Šimanskytė, Piret Tibbo-Hudgins

 


 

Dokumentarfilmpreis des DGB Bezirk Nord

gestiftet vom DGB Bezirk Nord
5.000 Euro

Arica
Regie: William Johansson Kalén, Lars Edman, Schweden / Chile / Belgien / Norwegen 2020, 95 Min.

Jurystatement
Die Jury des Dokumentarfilmpreises des DGB Bezirk Nord zeichnet einen Film aus, der aufzeigt, wie aus einem engagierten Schülerprojekt ein internationaler Rechtsstreit wird. Nicht nachvollziehbar ist, dass trotz des unfassbaren Leides der Betroffenen dieser Enthusiasmus nicht belohnt und das Leid bis heute nicht beendet wurde.

Jury: Bettina Fuchs, Birte Günther, Carsten Gutjahr, Elisabeth Reinert, Bernd Sahling

 


 

CineStar-Preis

gestiftet von der CineStar Gruppe
5.000 Euro

The Dunes Said (Die Dünen sagten)
Regie: Maya Connors, Deutschland / Argentinien 2021, 24 Min.

Jurystatement

Die Filmemacherin sammelt Splitter auf: feine Körner, Geräusche, Teile eines Ganzen. Sorgsam zusammengesetzt und fixiert ergibt sich daraus ein Berg und die Geschichte einer Stadt.

„Möglicherweise wurde die Stadt nicht auf den Dünen gebaut, sondern ist Teil dieser. Immer in Bewegung.

Fffffffffft. Krkrkrkrk. Shhhhhh.“

Maya Conners lässt uns teilhaben an einer eindrucksvollen filmischen Recherche über einen speziellen Ort. Ihr gelingt dabei ein lautmalerischer Film aus Notizen, Fragen, Tönen und Erinnerungen. Aus der Reibung zwischen Mensch und Natur entstehen Bilder von rauschendem Korn, sorgsam zusammengesetzt und stets in Bewegung.

Der CineStar Preis geht an einen Film, der uns durch seine offene Form und den Mut zum Experiment begeistert.

 

Lobende Erwähnung:

Verbindung (Svyaz)
Regie: Serafima Orlova, Deutschland 2021, 6 Min.

Jurystatement:

Der Kontrast eines vertrauten Telefonats, gepaart mit den leeren, weiten Bildern evozierte in uns ein Gefühl von Distanz und Nähe zugleich. Die lobende Erwähnung geht an einen Film, der uns mit wenigen Mitteln berührt und sichtbar macht was nicht da ist.

Jury: Britta Dittmann, Steffen Goldkamp, Stine Wangler


 

Kinder- und Jugendfilmpreis der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung

gestiftet von der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck
5.000 Euro

Nelly Rapp, Monsteragentin (Nelly Rapp – monsteragent)
Regie: Amanda Adolfsson, Schweden 2020, 90 Min.

Jurystatement

Die Kinder- und Jugendfilmjury vergibt ihren Preis an einen Film, der auf wunderbare Weise Unterhaltung, Abenteuer und ungewöhnliche Charaktere verbindet. Ein selbstbewusstes Mädchen, das weder Monster, Zombies noch Geister fürchtet, taucht in eine Welt ein, in der alles Andersartige ausgegrenzt wird, und hinterfragt: Was heißt es schon normal zu sein?

Jury: Horst Peter Koll, Lukas von Horbatschwesky, Kim Strobl


 

Radisson Blu Senator Hotel Kinder-Jury Preis

gestiftet von Radisson Blu Senator Hotel Lübeck
5.000 Euro

Eva & Adam
Regie: Caroline Cowan, Schweden 2021, 82 Min.

 

Jurystatement
Ein Film hat uns besonders überzeugt. Wir finden ihn sehr passend für unsere aktuelle Altersklasse und die jungen Schauspieler:innen waren glaubwürdig in ihrer Rolle. Ein liebevoller und lustiger Film, der zusätzlich noch den Tierschutz thematisiert.

Lobende Erwähnung:

Weihnachten in KuhToppen (Jul på KuToppen)
Regie: Will Ashurst, Norwegen 2020, 62 Min

Jurystatement:

Ein Film hatte eine ganz besondere zauberhafte und humorvolle Stimmung. Außerdem wurde er mit einer guten Animation in Szene gesetzt.

Kinderjury: Clara, Greta, Irma, Jon, Jonte, Lientje, Malte

 


 

Preis der Jugendjury

gestiftet von der Hansestadt Lübeck
5.000 Euro

Ninjababy
Yngvild Sve Flikke, Norwegen 2020, 103 Min.

Jurystatement
Der Gewinner des Preises befasst sich mit ernsten Problemen, aber aus einer originellen und sehr unbeschwerten Perspektive. Von der kreativen Animation bis zur rührenden Geschichte - dieser Film hat den Preis wirklich verdient.

Lobende Erwähnung:

Hello World (Hei verden)
Regie: Kenneth Elvebakk, Norwegen / Schweden 2021, 88 Min.

Jurystatement:

Eine lobende Erwähnung möchten wir für einen herzerwärmenden Dokumentarfilm über queere Teenager und ihre Kämpfe aussprechen.

Jugendjury: Calvin, Frederike, Jess, Josefine 

 


 

Hier finden Sie weiterführende Informationen zu den einzelnen Preisen sowie zu den Preisträger:innen der letzten Jahre.