Junge Festival-Blogger 2021

Interviews, Berichte und Kritiken - tägliche News rund ums Filmfestival


Direkt zu den Filmkritiken und Interviews: Der Affenstern Birta Buster Cop Secret Erster Schnee Eva & Adam Festivalchef Thomas Hailer Gewinnerfilme Good Bye Soviet Union Hello World Jury Kinder- und Jugendfilmpreis Kinderjury Kurze für Kurze Nelly Rapp Ninjababy Podcast-Workshop Sihja - die rebellische Elfe


Jugend Festival-Blogger 2021

Für acht Lübecker Jugendliche heißt es auch dieses Jahr wieder: Kinosessel statt Schulbank! Fünf Tage lang bloggen sie auf dieser Seite von den 63. Nordischen Filmtagen Lübeck, schreiben Filmkritiken, führen Interviews und nehmen uns mit hinter die Kulissen der Nordischen Filmtage. Die Blogger*innen sind 14 bis 17 Jahre alt und werden vom Kinder und Jugendprogramm, aber auch rund um das Festivalgeschehen berichten. Begleitet und unterstützt werden sie von der Medienpädagogin und freien Journalistin Andrea Sievers sowie Nadine Dietrich, langjährige Journalistin beim NDR.

Die Ergebnisse gibt es hier im Blog, alle Videos außerdem auf Youtube in der Playlist der Jungen Festival Blogger 2021. Einige sind ganz neu dabei, andere schon erfahrene Kino-Blogger. Wir freuen uns auf spannende Berichterstattung von Alessandro (16), Doğukan (16), Jakob (16), Jonas (14), Lovisa (15), Luka (15), Mia (17) und Niels (16).

Aber jetzt: Licht aus - Film ab! Bühne frei für die Jungen Festival-Blogger!

Die „Jungen Festival-Blogger“ sind ein Projekt der Nordischen Filmtage Lübeck und finden in Kooperation mit den Lübecker Nachrichten, dem NDR, der Kulturakademie der Vorwerker Diakonie sowie der Emanuel-Geibel-Schule statt. Das Projekt wird mit Mitteln der Carl-Arthur-Strait-Stiftung - DIE GEMEINNÜTZIGE - ermöglicht.


Mit Klappstuhl, Livemusik und Picknickkorb: Anstehen für das "beste Filmfestival der Welt"

Wenn in der Lübecker Mühlenstraße zahlreiche Menschen stundenlang auf Klappstühlen in einer langen Menschenschlange warten, dabei Livemusik hören und belegte Brote essen - dann ist es wieder soweit: Der Vorverkauf für die Nordischen Filmtage geht los. Wir, Niels und Jonas, haben uns das Ganze am Samstag nachmittag mal angeschaut.


Wir sind die Jungen Festival-Blogger 2021!

Wer wir sind und worauf wir uns in den nächsten Tagen besonders freuen? Das erzählen wir euch hier!


Hinter den Kulissen: So arbeitet die Einsprecherin Charlotta

Von Jonas, Jakob und Niels

Die Kinderfilme auf den Nordischen Filmtagen laufen in den Originalsprachen. Deshalb werden die Texte aller Rollen während der Vorführung im Kino live eingesprochen! Wir haben die Einsprecherin Charlotta Bjelfvenstam an ihrem Arbeitsplatz getroffen.


Eva & Adam - ein gar nicht kitschiger Liebesfilm

Filmkritik von Jonas (14)

Adam zieht um in die große Stadt Göteborg und muss seine Freundin Molli, welche anscheinend in ihn verliebt ist, leider zurücklassen. In der neuen Schule trifft er dann auf Eva, seine neue Klassenkameradin. Schnell scheinen beide mehr füreinander zu empfinden. Doch leider gibt es noch ein paar Probleme, wie zum Beispiel die tolle Überraschung zu Adams Geburtstag oder den Anti-Jungs-Pakt, welche den beiden für ein gemeinsames Glück im Weg stehen.

Ein Film über Liebe und dann auch noch mit diesem Titel klingt für dich zu kitschig? Das war auch mein erster Gedanke, als ich im Kino saß. Sobald ich mich jedoch auf den Film eingelassen hatte, merkte ich, dass er kaum kitschig ist. Zwar setzt er viel auf Freundschaft und Liebe, hat jedoch auch eine Menge amüsanter Szenen in sich und ist durchgehend spannend. Wer das gleichnamige Buch von Måns Gahrton und Johan Unenge schon kennt und mag, wird den Film sehr wahrscheinlich ebenfalls mögen. Ich selbst habe das Buch zwar nicht gelesen, jedoch scheint der Ablauf der Geschichte sich sehr zu ähneln. Doch auch für jemanden, der das Buch nicht kennt, ist dieser schwedische Film von Caroline Cowan auf jeden Fall sehenswert und für so ziemlich alle Altersklassen geeignet.


Hello World - starke Doku über vier lesbische und schwule Jugendliche

Filmkritik von Mia (17) und Lovisa (15)

In dem norwegischen Dokumentarfilm Hello World geht es um vier Teenager, deren Leben über drei Jahre begleitet wird. Die Teenager sind beim ersten Dreh 13 und 14, beim letzten Dreh 15 und 16 Jahre alt. Sie heißen Runa, Viktor, Joachim und Dina. Alle vier haben etwas gemeinsam, denn sie sind lesbisch beziehungsweise gay. Obwohl die vier Teenager negative Kritik bekommen, sind sie alle super stark.

Das Schöne an dem Film ist, dass gezeigt wird, dass man anders sein darf. Der Regisseur Kenneth Elvebakk unterstützt LGBTIQ+ Jugendliche und davon handelt auch der Film. Wir mochten den Film sehr gerne, weil klar gemacht wird, dass es okay ist, wenn man lesbisch oder gay ist. Was auch super an dem Film ist: Dass die vier Teenager sehr offen vor der Kamera über sich und ihre Gefühle sprechen. Das erfordert ja auch sehr viel Mut und ist nicht selbstverständlich. Weil das Thema so wichtig ist, würden wir den Film für Kinder und Jugendliche ab 12 oder 13 Jahren empfehlen. Man kann den Film aber auch schon mit 10 Jahren verstehen.


Fußballstar und Filmemacher - Hannes Þór Halldórsson über seinen Film Cop Secret

Von Doğukan, Niels und Jakob

Wenn er nicht gerade für die isländische Nationalelf im Tor steht, dreht er Filme. Hannes Þór Halldórssons Film Cop Secret ist ein Polizeithriller auf sehr isländische Art und eröffnete am Mittwoch die Nordischen Filmtage Lübeck. Wir wollten von Halldórsson wissen, welche Filme seiner Kindheit ihn inspirieren, welche Probleme es beim Drehen gab ("tonnenweise Pobleme!") und warum das isländische Frauenfußballteam in seinem Film eine wichtige Rolle spielt.


"Zwischen 9 und 11 Jahren sind die Lebenswelten ganz verschieden" - Interview mit Jurymitglied Lukas von Horbatschewsky

Von Lovisa (Interview) und Jonas (Kamera und Schnitt)

Er war der Fanliebling in der dritten Staffel der Funk-Webserie "DRUCK" und ist dieses Jahr mit 21 Jahren das jüngste von drei Jurymitgliedern in der Jury für den Kinder- und Jugendfilmpreis der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung auf den Nordischen Filmtagen Lübeck.

Was für Lukas von Horbatschewsky einen guten Kinderfilm ausmacht und wie er mit 12 Jahren schon mal ein Drehbuch für einen verrückten Internats-Vampirfilm geschrieben hat, hat er uns in diesem Interview erzählt.


Der Affenstern - ein niedlicher Film für jüngere Kinder

Filmkritik von Mia (17) und Lovisa (15)

Der schwedische Animationsfilm Affenstern von Regisseurin Linda Hambäck ist sehr gut gemacht. Er ist super niedlich animiert und sehr empfehlenswert für kleinere Kinder. In dem Film geht es um ein Mädchen namens Jonna. Sie lebt in einem Waisenhaus zusammen mit ihrem besten Freund. Doch das Waisenhaus soll bald schließen, da der Bürgermeister dort ein Freizeitbad bauen möchte. Deshalb muss die Erzieherin es schaffen, Familien für die Kinder zu suchen, damit es stehen bleibt.

Zum Tag der offenen Tür kommt allerdings nur ein einziger Besucher und der ist sehr speziell: Ein weiblicher Gorilla! Dieser Gorilla adoptiert Jonna. Als erstes ist das kleine Mädchen ängstlich, doch dann mag sie den Gorilla immer mehr.

Wir finden den Film süß animiert, aber würden ihn eher für Kinder von fünf bis neun Jahren empfehlen. Der Film soll zeigen, dass manche Leute vielleicht erstmal etwas seltsam oder unheimlich erscheinen, aber eigentlich sehr warmherzig sind. Man kann auch gut Eltern sein, wenn man ein bisschen wie ein Gorilla ist. Diese Botschaft hat uns gefallen.


Das ist die Kinderjury 2021!

Von Mia (17) und Lovisa (15)

Hier lernt ihr die Kinderjury kennen! Die sieben jüngsten Jurymitglieder sind 11 bis 12 Jahre alt und vergeben 5.000 Euro an den aus ihrer Sicht besten Kinderfilm der Nordischen Filmtage Lübeck. Wir wollten von ihnen wissen, welche Filme sie am liebsten mögen. Und was passiert eigentlich, wenn die sieben Kinder sich nicht einigen können?


Ninjababy - ein atemberaubender Film!

Filmkritik von Alessandro (16) und Doğukan (16)

Ninjababy, veröffentlicht und produziert von Yngvild Sve Flikke, ist ein norwegischer Film über eine junge Frau, die unerwartet schwanger wird und versucht, ihr Leben unter Kontrolle zu halten. Nicht nur hat sie keine Idee, was sie mit dem Baby machen soll, sie hat auch wenig Ahnung, wie sie ihr Liebesleben führen soll.

Die Protagonistin Rakel, gespielt von Kristine Kujath Thorp, ist sehr rücksichtslos mit ihrem Leben. Sie geht ständig auf Parties und konsumiert Drogen. Sie ist eine eher lässige Person und kümmert sich nicht um die wichtigen Aspekte des Erwachsenseins. Mit ihrer Mitbewohnerin Ingrid geht sie zu einem Selbstverteidigungskurs, wo sie den Lehrer wiedererkennt. Es ist ihr früherer One-Night-Stand Mos, gespielt von Nader Khademi. Später im Film lernen wir „Pikkjesus“, übersetzt etwa: ‚Pimmel Jesus‘, und Rakels Halbschwester Mie kennen. Mie und Pikkjesus haben beide Interesse an Rakels Baby. Rakel kommt so in Konflikt mit Mos, Mie, Pikkjesus und mit sich selbst, da sie keinerlei Ahnung hat, welche Entscheidung sie treffen soll.

Der Film ist unserer Meinung nach spitze. Wir hatten eigentlich erwartet, dass Ninjababy ein schlechter Film sein wird. Den Trailer fanden wir schon merkwürdig, aber im Film gab es tausend gute Dinge. Was wir am Film besonders fanden, war, dass man klar erkennen kann, dass der Film versucht realistisch zu bleiben. Der Film zeigt gut, dass das Leben für jeden komplett anders verläuft. Der Film ist keine 08/15 Romanze, sondern eine Geschichte, die bunt mit Emotionen strahlt. Es gibt kein ‚gut‘ oder ‚böse‘. Mit jeder Person im Film kann man sympathisieren.

Man kann sich fantastisch in die Hauptfigur hineinversetzen. Jeder hatte mal eine Phase im Leben, wo er oder sie nur Party machen oder faul sein wollte. Jeder hatte oder wird einen Moment haben, wo man bemerkt, dass das Leben langsam ernst wird. Es gibt Probleme, die Rakel erlebt, die wir nie erleben werden, aber dennoch wurde es so gemacht, dass man sich in ihre Situation hineinversetzen kann.

Der Film hat nicht nur gute Kameraarbeit, Soundtrack und Schauspieler, er hat auch Segmente, wo das Baby animiert ist. Das von Rakel gezeichnete Baby redet mit ihr über ihre Situation. Wir empfinden das so, dass diese Zeichnungen Projektionen von Rakels unterdrückten Gefühlen sind. Die realistischen und die animierten Szenen funktionieren gemischt überraschenderweise hervorragend! Man kann Rakel durch die Zeichnungen und Sprüche noch besser verstehen.

Ninjababy empfehlen wir deutlich an Jugendliche ab 16 Jahren.


"In der Regel sind alle begeistert" - 360° Kinoerlebnis im ältesten Schulplanetarium der Welt

Von Jakob, Niels, Alessandro und Luka

Im Liegen unter einer Kuppel in spektakuläre 360 Grad Bildwelten eintauchen - das kann man jedes Jahr im weißen Kuppelzelt des Fulldome Kinos auf den Nordischen Filmtagen. In diesem Jahr ist das Fulldome Kino in die Sternkammer der Grund- und Gemeinschaftsschule St. Jürgen gezogen. Hier trifft historische Sternenkunde auf modernste immersive Kuppelkinotechnik. Wir haben dort Kurator Ralph Heinsohn getroffen und waren hinterher sehr geflasht!

 


Nelly Rapp, Monsteragentin - Guter Film für junge Kinoliebhaber

Filmkritik von Jonas (14)

Das Mädchen Nelly Rapp verbringt die Ferien in einer riesigen alten Villa bei ihrem Onkel Hannibal. Schon am zweiten Tag bei ihrem Onkel findet Nelly etwas Besonderes heraus: Monster gibt es doch!
Während ihrer Ferien lernt sie die Welt der Monster kennen und tritt in die Fußstapfen ihrer Mutter, welche eine tapfere Monsteragentin gewesen ist.

Am Ende des Films entdeckt Nelly etwas Wichtiges: Auch Monster sind menschlich und lebenswert. Nellys Erkenntnis spiegelt für mich übrigens stark das Problem mit Rassismus wieder und zeigt somit auch Jüngeren das Problem der heutigen Gesellschaft.

Nelly Rapp, Monsteragentin ist ein schwedischer Abenteuerfilm mit einem Hauch von Fantasy und wurde von Amanda Adolfsson produziert. Ein für jüngere Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren sicherlich spannender Film. Er entpuppte sich für mich jedoch als ein Fantasyfilm mit ein paar witzigen Stellen, welcher zwar auf eine gute und solide Geschichte setzt, jedoch in meinen Augen kaum Spannung und das gewisse Abenteuer herein bringt, auf das ich gehofft habe. Nelly und ihre Freundin wurden so gut wie nie irgendwelchen größeren Gefahren ausgesetzt, noch hatte ich als Zuschauer das Gefühl, an der Nase herumgeführt zu werden. Im Gegenteil: Für mich als Jugendlicher war das Ende schnell offensichtlich.

Meiner Meinung nach ist Nelly Rapp, Monsteragentin ein ganz klarer Kinderfilm, der seiner Altersempfehlung ab 12 absolut gerecht wird und sich bestimmt gut für das Motto Halloween eignet.


"Ich hab noch nie eine Filmkritik geschrieben" - Interview mit dem Chefredakteur der Lübecker Nachrichten Gerald Goetsch

Von Mia (Interview) und Lovisa (Kamera)

Gerald Goetsch hat uns aus seinem Redaktionsalltag bei der LN erzählt, Tipps für gute Texte gegeben und verraten, was ihm an den nordischen Filmen nicht so gut gefällt. Außerdem wollten wir wissen: Kann man eigentlich auch Journalistin werden, wenn man eine Lese-Rechtschreibschwäche hat?


Buster - schöner Kinderfilm mit ein paar Schwächen

Filmkritik von Luka (16)

In der Neuverfilmung von Buster’s Welt (Original: Buster’s Verden von Bjarne Reuter) geht es um den 11jährigen Buster, der versucht, den ersten Platz in der diesjährigen Talentshow seiner kleinen Vorstadt zu erreichen. Aber er hat jede Menge zu tun: Sein Mentor ist schwer krank, sein Rivale Simon-Olaf macht ihm das Leben schwer und ist auch noch Favorit der Talentshow, und die süße Joanna, in die er sich verliebt hat, zieht bei ihm in die Nähe.

Und dann gibt es ja auch noch seinen erfinderischen Vater, der nie etwas zu Ende bringt und seine Schwester, die wegen ihrem zu kurzem Bein große Probleme hat, ihren Traum zu verwirklichen, eine Tänzerin zu werden. Buster ist ein schöner Kinderfilm mit einem unerwarteten Ende, der bis auf ein paar Logiklücken echt gut produziert wurde.


"Ich hätte den Film gerne noch düsterer gehabt" - Drehbuchautor Jesper Nicolaj Christiansen über den Film Buster

Von Alessandro (Interview) und Luka (Kamera)

Für die Neuverfilmung des dänischen Kinderbuchklassikers "Buster" aus den 1980er Jahren hat der Kinderbuchautor Jesper Nicolaj Christensen das Drehbuch geschrieben. Mit der Umsetzung des Film ist er aber nicht so 100%ig zufrieden. Warum? Das hat er uns in diesem Interview erzählt.


Lustig, langweilig und traurig - Kurze Filme für kurze Menschen

Kurzfilmkritik von Doğukan (16)

Kurze für Kurze heißt das Kurzfilmprogramm der Nordischen Filmtage für Kinder.

Griechenlands Schätze

In dem Film Griechenlands Schätze geht es um einen Fischer, der in der Ägäis schippert und einen guten Fang gemacht hat. Dann wusste er, dass sich da Antike Schätze befinden und rief anschließend als Hilfe eine Rettungsbrigade aus Riga, die komische Ideen hatten.

Ich fand den Griechenlands Schätze gut, weil da nicht geredet wird, so dass es jeder verstehen kann. Was mir außerdem sehr gefallen hat, waren die Figuren, die sehr lustig aussahen. Ich würde den Film eher für kleinere Kinder empfehlen, die bis acht oder auch neun Jahre alt sind.

Die Kinder

In dem Film Die Kinder geht um zwei kleine Kinder, die ein Versteck unter Zweigen gefunden haben und darunter ihren Spaß haben. Später kommt eine Gruppe von Erwachsenen, die die Zweige abhacken wollen. Das gefällt den beiden nicht und sie verteidigen ihr Versteck auf eine komische Art und Weise, aber auch um jeden Preis. Ob sie es schaffen?

Ich habe bei diesem Kurzfilm keine Meinung, aber ich würde es eher für Mädchen bis acht Jahren empfehlen, da in diesem Film eher weibliche Sachen gemacht werden, wie zum Beispiel eine Tee-Party.

   

Zara und die anderen

In dem Kurzfilm Zara und die anderen geht um Zara, die zu einer Miss-Wahl eingeladen wurde. Bei dieser Wahl geht es darum, die Schönste aus der Klasse zu wählen. Doch ihr Vater ist mit einem anderen Vater als Schiedsrichter eingeladen, und ihr Vater hat komische Ideen auf Lager.

Ich fand diesen Kurzfilm nicht gut, aber auch nicht schlecht. Ich würde ihn eher für jüngere Mädchen empfehlen.

 

Die Landung

In dem Kurzfilm Die Landung geht es um ein Mädchen, das mit ihrer Mutter in einem Zoo ist. Plötzlich kommen zwei komische Gestalten. Die Besucher bekommen Angst und der Zoowärter sperrt sie in einem Käfig ein. Doch wer muss eigentlich da rein?

Ich fand den Film gut, aber am Anfang war er ewas schwer zu verstehen. Ich würde ihn daher eher nicht empfehlen.

 

Ellens Papier

In dem Kurzfilm Ellens Papier geht es um ein Mädchen, das ihren kleinen Bruder verloren hat, weil er wie seine Schwester von der Seite einer Treppe rutschen wollte. Die Geschichte wurde mit geraden Linien erzählt und ohne Farben.

Ich fand den Film zu krass für einen Kinderfilm, weil da ein Todesfall vorkam. Aber man kann daraus lernen, dass man sowas lieber nicht nachmachen soll. Ich würde diesen Film lieber nicht für jüngere Kinder empfehlen, weil sie darauf empfindlich reagieren könnten. Wenn das nicht der Fall ist, dann würde ich ihn empfehlen.    


Eindrücke von unserem Podcast-Workshop

Von Niels und Jakob

Kabel verlegen, Mikros einstöpseln, Retro-Wohnzimmerlampe anknipsen und los geht's: Am Freitag waren die Jungen Festivalblogger zum Podcast-Workshop in der Kulturakademie der Vorwerker Diakonie eingeladen. Dass es dabei um mehr geht, als einfach draufloszureden, haben wir schnell gemerkt. Hier seht ihr ein paar Eindrücke vom Workshop.

 


Junge Festival-Blogger: Der Podcast

Welche Filme fanden wir richtig klasse? Was waren unsere Highlights der Nordischen Filmtage 2021? Und was ist der "Mobber-Name des Jahres"? Das und mehr hört ihr in unserem ersten Filmtalk-Podcast. Vielen Dank an Philipp und Dominik von der Kulturakademie der Vorwerker Diakonie!


Birta - ein schöner Familienfilm

 

Filmkritik von Doğukan (16)

In dem isländischen Film geht es um ein Mädchen namens Birta, die ihre Mutter bei einem Telefongespräch belauscht und erfährt, dass sie finanzielle Probleme hat und deswegen kein Weihnachten feiern können. Ihr fehlen 100.000 Kronen, das sind knapp 10.000 Euro, damit sie noch bisschen Weihnachten feiern können. Deswegen beschließt Birta, sich Freizeitjobs zu suchen. Wird Birta es schaffen?

Im Trailer hatte ich erst keine Ahnung, worum es im Film eigentlich geht. Aber als ich mir Birta angeguckt habe, war mir direkt klar, worum es im Film geht. Mir hat der Film sehr gefallen, weil man sehen kann, wie wichtig Familie ist. Man kann außerdem sehen, was man alles dafür tut, um mit seiner Familie Weihnachten feiern zu können. Ich würde den Film auf jeden Fall empfehlen.    


Wir brauchen Ordnung und Chaos" - Interview über Sihja - die rebellische Elfe

Von Luka (Interview) und Lovisa (Kamera)

Sihja ist keine gewöhnliche Elfe. Sie pupst, popelt, kämmt sich die Haare nicht und sorgt im Leben von Alfred für reichlich Unruhe und Abenteuer. Im Interview hat die finnische Regisseurin Marja Pyykkö uns erzählt, warum zuviel Ordnung im Leben nicht gut ist, wie ein Frettchen das Filmteam in Atem hielt und warum gute Stimmung am Set so wichtig ist.


Filmkritik zu Sihja - die rebellische Elfe

Filmkritik von Luka (15)

Shija - die rebellische Elfe von Marja Pyykkö, ist ein finnischer Kinderfilm über das Naturkind Alfred, der im Wald, wo er seine Ferien mit seinen Eltern in einer Hütte verbringt, die unbeherrschbare Elfe Sihja trifft. Sihja folgt ihm überall hin und schnell freunden sie sich an. Doch darf sie niemandem ihre Flügel und Elfenkräfte zeigen, da ihr Vater füchtet, dass sonst die Menschen an ihr gruselige Experimente machen und sie einsperren würden.

Währenddessen findet Alfred immer mehr tote Vögel. Ob ein neues Raubtier in der Stadt sein Unwesen treibt? Oder hat es doch mit dem neuen „Wunderdünger“ zu tun, der verspricht, dass die Blumen viel besser wachsen und Unkraut keine Chance mehr bekommt zu gedeihen. Auf jeden Fall müssen Alfred und Shija der Sache auf den Grund gehen und herausfinden, was es damit auf sich hat.

Der erste Kinderfilm von der Regisseurin Marja Pyykkö ist ein spannender Kinderfilm mit einem überraschenden Ende, das die Frage aufwirft: Wie viel Ordnung ist gesund für das Leben?


"Ein guter Film muss mein Leben verändern" - Interview mit Festivalchef Thomas Hailer

Von Jonas (Interview), Jakob und Niels (Schnitt und Kamera)

Es sind seine ersten Nordischen Filmtage als Festivalleiter. Vorher war Thomas Hailer Leiter des Berlinale-Wettbewerbs für Jugendfilme "Generation" und Mitgründer der Akademie für Kindermedien. Wir haben ihn für euch interviewt.


Erster Schnee - langsam erzählt und trotzdem spannend

Eine Filmkritik von Jonas (14)


Goodbye Soviet Union: Eine nicht sichere Meinung

Filmkritik von Alessandro (16)

Der estnisch-finnische Film Goodbye Soviet Union von Lauri Randla spielt in der Zeit der Sowjetunion und handelt von einem Jungen namens Johannes, der schon seit der Geburt ein hartes Leben hatte. Er ist in ein Mädchen verliebt und versucht mit ihr zusammenzukommen, aber hat Schwierigkeiten, da der Bruder des Mädchens das nicht so will. Die Mutter hat die Ideologie vom Westen aufgenommen und kann die Sowjetunion nicht leiden. Johannes ist klar, dass der Westen viel bessere Angebote hat, aber er will trotzdem bleiben wegen des Mädchens.

Ich weiß nicht, was ich genau von diesem Film halten soll. Die ersten zehn Minuten sind mehr eine Erzählung als ein Film. In einem Film erwarte ich, dass ich etwas zu sehen bekomme. Nicht, dass nur erzählt wird, was passiert. Ich will sehen, wie es passiert. Der Film hatte auch das Problem, dass er die Geschichte von Johannes‘ Schwarm und Johannes‘ Willen in den Westen zu fliehen trennt. Es hat sich auch für eine lange Zeit so angefühlt, als ob Szenen einfach hineingetan wurden. Etwas passierte, aber direkt danach passierte eine weitere Sache und man kann die vorherige Sache nicht verarbeiten.

Oft dachte ich mir, dass bestimmte Szenen unnötig dramatisch waren. Ich hatte auch das Gefühl, dass bestimmte Probleme oder Fehler keine wirklichen Konsequenzen hatten. Zum Beispiel dass Johannes seine Haare verliert, war eigentlich nicht so wichtig.

Es gab aber auch sehr gute Sachen. Der Film ist sehr schön gedreht und ich fand es großartig gemacht, wie Johannes‘ Verzweiflung gezeigt wurde. Dass er langsam an seiner Familie und an der Ideologie der Sowjetunion zu zweifeln beginnt, war herrlich dargestellt. Ich weiß, dass ich hier viele negative Sachen schreibe, aber der Film ist wirklich schön gemacht und ab der Mitte des Filmes wird es meiner Meinung nach besser.

Ich würde diesen Film eher an ab 15jährige empfehlen, es gibt nur paar Szenen, die vulgär sind. Trotzdem muss man alt genug sein und die Probleme der Sowjetunion kennen, damit man diesen Film besser verstehen kann.


"And the winner is..." Das sind die Gewinnerfilme der Sektion Kinder- und Jugendfilme 2021:

Der Preis der Kinderjury geht an den schwedischen Film Eva & Adam von Caroline Cowan. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro wird gestiftet vom Radisson Blu Senator Hotel Lübeck

Eine lobende Erwähnung geht an den norwegischen Animationsfilm Weihnachten in KuhToppen (Jul på KuToppen) von Will Ashurst

Der Preis der Jugendjury geht an den norwegischen Film Ninjababy von Yngvild Sve Flikke. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro wird gestiftet von den Hansestadt Lübeck

Eine lobende Erwähnung geht an den norwegischen Dokuentationsfilm Hello World (Hei verden) von Kenneth Elvebakk

Der Kinder- und Jugendfilmpreis der Fachjury geht an den schwedischen Film Nelly Rapp, Monsteragentin (Nelly Rapp – monsteragent) von der Regisseurin Amanda Adolfsson Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro kommt von der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung

Tschüß und bis zum nächsten Jahr! Eure Jungen Filmblogger